Die Brautmode greift auf eine sehr alte Geschichte zurück. Schon im alten Rom wurde von der zukünftigen Braut ein Kleid extra für ihre bevorstehende Hochzeit von Hand selbst gewebt. Um die Hüfte band sich die römische Braut zur Hochzeitsfeier einen breiten, wollenen Hüftgürtel, welcher mit einem dicken Knoten zusammengebunden wurde. Dem Aberglauben der alten Römer nach, hielt dieser Knoten schlechte Einflüsse und böse Geister von der Braut fern. Der Knoten wurde erst nach der Hochzeit, im Haus des Bräutigams von diesem gelöst. Um den Kopf trug die Braut damals einen Kranz aus selbst gepflückten Blumen und ihr Gesicht wurde von einem roten Schleier verdeckt. Auch dieser Schleier wurde erst im Haus des Bräutigams abgelegt.

Ursprünglich war hierzulande die Brautmode nicht in Weiß, sondern in Schwarz. Auch waren diese Kleider nicht exklusiv für die Hochzeit gefertigt, sondern dienten als allgemeine Festtagskleider, welche die Frauen damals häufig ihr ganzes Leben lang besaßen und immer wieder zu besonderen Anlässen trugen. Erst in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts setzten sich die heute üblichen, weißen Brautkleider durch, die ausschließlich zur Hochzeit getragen werden.

Heutzutage ist es möglich auch gebrauchte Brautkleider und Accessoires zu erstehen oder sich das Kleid bei einem Brautmodenverleih auszuleihen. Um die Brautmode drehen sich einige Mythen und Legenden. Beispielsweise wird behauptet, dass es Unglück bringt, wenn der Bräutigam die Braut in ihrem Brautkleid schon vor der Hochzeit sieht. Zudem heißt es, je mehr Knöpfe ein Brautkleid besitzt, desto mehr glückliche Jahre wird die Ehe haben.